Umwelt & Seminare

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Frau Andrea Saffer In der Walch 27a D-91338 Igensdorf Tel. privat: 09192/996429 Fax: 09192/216024 e-mail: umwelt@bmyv.de




Berichte


Aktuell: keine aktuellen Umweltberichte verfügbar Archiv: ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- 24.10.98 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Umweltbeauftragter:
Walter Hoch
Königsbergerstr. 24
D-93927 Bürgstadt Artikel aus "Wir Fischer"
Bezirk Unterfranken Erstmaliger Interessenaustausch für ein gutes Miteinander zwischen Vertretern der Fischerei und des organisierten Motorbootsports Umweltbeauftragter Walter Hoch vom Bayerischen Motoryachtverband hatte zu einem Umweltseminar ein volles Haus: 44 Teilnehmer von 21 Verbandsvereinen und viele Vertreter der Fischereizünfte am Main. Außerdem dabei: Ernst Teschke vom DMYV Otto Huttner, Präsident des Fränkischen Motorbootclubs, Klaus-Michael Weber, der Präsident des Bayerischen Motoryachtverbandes, Referentin Wachkamp von der BV Wassersportwirtschaft und eine Reihe weiterer Dozenten, von denen die Motorbootfahrer Neuigkeiten im Metier erfahren sollten. Das Besondere an der Veranstaltung: Sie fand in einem Beispielbetrieb der Fischerei von Unterfranken statt. Also bei den Fischern. Mit denen, das weiß am Main jeder, liegen die Bootsfahrer mancherorts im Clinch. Aber darum ging es anfangs des Seminars noch nicht. Im Gegenteil, Hausherr Dr. Peter Wondrak ließ eine Brotzeit mit geräuchertem Fisch und köstlichem Frankenwein auffahren, hielt eine verbindlich klingende Ansprache zur Begrüßung und dankte den Skippem dafür, dass sie sich in die "Höhle des Löwen" gewagt hätten. Artige Worte fand daraufhin auch LV-Präsident Weber, indem er insbesondere darauf verwies, dass die große Teilnehmerzahl als Signal zu verstehen wäre, wie beträchtlich das Interesse am Konsens mit den Fischern und Anglern sei. Präsidiumsmitglied Teschke vom Deutschen Motoryachtverband lobte sowohl die Bootsfahrer, wie auch die Fischer für dieses Novum, miteinander im Gespräch nach Lösungen ihrer Probleme zu suchen. Der zweite Teil des Umweltseminars "Fischerei und Wassersport" war speziell für die Fischerei und die Sportschifffahrt. Thema: Auswirkung des Wassersports auf die Fischbestände sowie Probleme bei der Fischereiaus- übung durch den Wassersport. Nach einer kurzen Kaffeepause ergriff Fischereidirektor Dr Peter Wondrak das Wort. Er untersuchte die Frage, wie sich Bootssport auf die Fischerei auswirkt und kam wie erwartet zu keinem sehr schönen Urteil. Ausgerechnet im Frühling, wenn die Natur und die Fische der besonde- ren Schonung bedürften, ginge der Rabatz los. Und zwar mit Autos, Motorrädem und Booten gleicher- maßen, also am und auf dem Main. Aber während es auf der Straße nur vorbeirauscht, würden speziell die Trailerboote an einer Rampe ins Wasser gesetzt und jaulten dann auf und ab, hin und her zwischen 2 Staustufen. Das ginge an schönen Wochenenden den ganzen Tag so. Da kämen die Fische praktisch nicht mehr zur Ruhe. Und da fragt sich der Fischereidirektor natürlich, was an dem Herumgehaste auf dem Main so schön sein soll. Denn er habe immer gemeint, so ein Boot wäre zum Wandern auf dem Wasser da. Und vielleicht könne man mal mit dem Hin- und Herrasern unter Sportsfreunden reden, dass die mal was anderes mit ihren Booten tun. Weil der Main eine Bundeswasserstraße wäre, würden ja viele meinen, es handle sich um eine Autobahn, die zu gar nichts weiter da ist, als auf ihr entlang zu brausen, auch wenn das dort nicht im Kreisefahren vor sich ginge. Natürlich habe auch die Industrie eine erhebliche Mitschuld am Zustand des Flusses. Auch sie wirke sich negativ auf die Fischerei aus. Und überhaupt sei schon der Ausbau der Wasserstraße ohne Rücksicht auf das Leben im Wasser durchgezogen worden. Dennoch freue es ihn, dass es zu diesem Umweltseminar gekommen wäre und die Bootsfahrer sich Gedanken über Natur und Umwelt machen und auch Rücksicht nehmen wollten. Problematisch sind die Häfen am Main, wen sie in Stillwasserzonen, also in vorhandenen Biotopen (Buhnenfelder) entstünden, wo die Fische und die entsprechenden Rechte vor den Bootsfahrern waren. Etwas völlig anderes sei es, wenn ein Bootshafen erst aus der Wiese gebaggert würde (der vor Sog und Schwall der Großschifffahrt schützt). Auch die Menge an Liegeplätzen spiele eine gewichtige Rolle. Zu viele Boote in einem Hafen sind der Fischerei in jedem Fall abträglich. Schließlich sind im Laufe der Jahre die Boote sehr viel größer geworden. Aber der Main wäre ein an vielen Stellen recht schmaler Fluss geblieben. Es sei ein Anblick zum Fürchten, wenn sie mit den Pötten auf dem engen Gewässer daher kämen; wie in Monte Carlo. Und in der Mainschleife, meinte der Fischereidirektor, sollte das Fahren mit Motorkraft völlig eingestellt werden. Das alles möchten die Umweltbeauftragten der Vereine bitte ihren Bootsfahrern vermitteln. In der anschließenden Diskussion tauchte die Frage auf, warum das eigentlich alles ? Fischerei als Broterwerb würde auf dem Main an den meisten Orten schon seit 3 Generationen nicht mehr betrieben. Die Inhaber der Rechte würden nur noch Berechtigungsscheine an Angler verkaufen und haben damit eine völlig andere Funktion als ihren Ahnen eingenommen. Sie kassieren also nur noch, hätten mit Fischen längst nichts mehr am Hut. Und die Angler ihrerseits, das könnte man häufig beobachten, würden die Fische aus dem Wasser ziehen, ihnen das Maul beim Entfernen der Haken verletzen und sie dann gar nicht selten wieder ins Wasser werfen, wo sie jämmerlich eingehen. Sie hätten also wenig Grund, sich über die Bootsfahrer zu erregen. LV-Präsident Weber versuchte die Wellen zu glätten. Er wies darauf hin, dass der Schluss "große Boote - reiche Leute" falsch sei. Er und sein tüchtiger Umweltbeauftragter wollen einen Ausgleich mit den Fischern. Aber sie wollen die Bootsfahrer nicht zu Prügelknaben degradiert sehen. Jeder habe gewusst, dass große Meinungsverschiedenheiten bestünden. Man wäre gekommen, so Walter Hoch, um Vorur- teile abzubauen und Probleme, die auf dem Wasser entstehen, gemeinsam zu lösen. Gegenseitiges Beschimpfen habe also keinen Zweck. Der Fischereidirektor gab zu, dass es auch bei Fischern und Anglern Maximalforderungen gäbe. Ginge es nach den Fischern, würde die Schifffahrt auf dem Main ganz verboten. Die Eskalation mit den Boots- fahrern rühre daher, dass es ausgerechnet in den Bootshäfen viele Fische gibt. Das wäre der Grund, dass es wegen sog. entgangenen Fischereirechten zu Forderungen an die Vereine und schließlich zu Klagen vor Gericht kam. Und was die an manchen Stellen sehr starke Konzentration von Trailerbooten angeht, müsse bedacht werden, dass es nur sehr wenige Einsetzstellen gibt. Mit ihrem Vertreter Glaab aus Aschaffenburg hatten die Fischer einen weiteren Mann bei der Veranstal- tung. Der fährt Sommers in Frankreich selbst Boot und sieht die ganze Zwietracht gelassener. Richtig sei, dass die großen Boote, wenn sie auf dem kleinen Fluss schnell daher kommen, gefährlich ausse- hen. Aber das eigentliche Problem liege darin, dass es sich beim Angeln wie beim Bootsfahren heute ausschließlich um Freizeitangelegenheiten handelt. Weil dem so ist, trifft man sich vorwiegend am Wochenende, also quasi alle auf einmal. In Aschaffenburg gebe es 250 Bootsliegeplätze. Rechnet man die Häfen der Umgebung dazu, wären es 400. Das sei einfach sehr viel für das relativ kleine Revier. Und daher rühre letztlich auch der Konflikt. Der Streit komme aber auch daher, dass man zulasse, in bestehenden Stillwasserzonen Bootshäfen zu errichten, ohne den Vereinen zu sagen, welche Rechte seitens der Fischerei dort bereits bestünden. Die Bootsfahrer fielen dann aus allen Wolken, wenn die Fischer plötzlich Forderungen stellten, an die man gar nicht habe denken können. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Boote selbstverständlich sicher untergebracht werden müssen, die Häfen also notwendig sind. Deswegen wird man zumindest langfristig einen Kompromiss finden müssen. LV-Präsident Weber zeigt sich sehr zufrieden, dass die Debatte eine andere Richtung bekam, denn bis dahin habe die Optik nicht gestimmt. Man möge bei der Kritik an den vielen Booten bitte bedenken, dass von diesen an schönen Wochenenden nur 25 % unterwegs wären und die auch nicht länger als 36 Stun- den pro Jahr. Aber sie müssten langsamer fahren, verlangte ein Fischer. Ihm wären gleich 2 Boote eines Schlauch- bootclubs entgegengerast, hätten seinen Nachen versenkt, den Motor gleich mit und gelacht hätten sie außerdem. Das wären Auswüchse, sagte der LV-Präsident. "Schwarze Schafe" würde es überall geben, selbstver- ständlich auch unter den Skippern. Um so nötiger sei es, dass man aufeinander zugeht. Es ginge nicht an, dass sich auch in den nächsten 20 Jahren nichts am Verhältnis zwischen Fischern, Anglern und Bootsfahrern ändert. Selbstverständlich müsste der Blick der Bootsfahrer für den Lebensraum und für die Interessen anderer gesellschaftlicher Gruppen geschärft werden. Neue Einsichten seien auf beiden Seiten nötig. Das Um- weltseminar im Hause der Fischerei sollte der Anfang eines gewiss länger dauernden Prozesses sein. LV-Umweltbeauftragter Walter Hoch darf für sich in Anspruch nehmen, ein als nötig angesehenes Wag- nis mit seinem Umweltseminar auf sich genommen zu haben. Solcher Mut ist nicht selbstverständlich. Er hat ihn aufgebracht und den Bootsfahrern sowie der Fischerei einen heute noch gar nicht abschätzbaren Dienst erwiesen. Der Fischerei ein Petri Heil und
den Skippern eine handbreit Wasser unterm Kiel ! H. Squara Maidbronn, den 24. Oktober 1998 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- 09.06.00 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bayerischer Motor-Yacht-VerbandUmweltseminar in Passau Am 15. April 2000 führte der Bayerische Motoryachtverband unter der Regie seines Umweltbeauftragten Walter Hoch sein 2. einschlägiges Seminar durch. Diesmal war das Clubhaus im schönen Passauer Bootshafen, Donau-km 2232, der Ort des Treffens. Walter Stadler, Vorsitzender des Motor-Yacht-Club Passau, begrüßte neben den zahlreich erschienenen Vorstandsleuten der Vereine Gäste anderer Donau-Anliegerstaaten, WSP-Chef Fenzl, Fischereidirektor Dr. Harsanyl, Bezirksrat Volkmer, BMYV -Präsident Weber mit fast seinem gesamten Vorstand, Präsidiumsmitglied Ernst Teschke vom Deutschen Motoryachtverband, Dr. Johannes Schmidt vom DMYV -Referat Raumordnung, Fischermeister Pröll, Geschäftsführer Tracht von der Wassersportwirtschaft und weitere Referenten und Gäste. Nachdem auch Umweltbeauftragter Walter Hoch die Gäste begrüßt hatte, erläuterte BMYV -Präsident Klaus Weber den Sinn der Veranstaltung. Neben Boot bezogenen Umweltthemen ginge es danach vor allem darum, zwischen Sportschifffahrt und Fischerei einen Ausgleich zu finden, um künftig ein besseres Miteinander gewährleisten zu können. Das Seminar sollte zu gegenseitigem Verstehen führen. Er freute sich, dass viele Vertreter des Bezirksfischerei-Verbandes erschienen waren. Fischereidirektor Dr. Harsanyl ging auf die Vergangenheit ein, als sich Bootfahrer und Fischer des öfteren vor Gericht trafen. Er gestand den Bootfahrern ein Recht auf Nutzung der Gewässer zu. Aber sie müssten Rücksicht auf die Eigentumsrechte der Fischer nehmen. Er hoffte, dass das Seminar im Einklang beendet würde. Polizeihauptkommissar Fenzl berichtete aus der Arbeit der WSP, der in der Vergangenheit ca. 50 Unfälle mit Sportbooten gemeldet wurden. Unkenntnis, Leichtsinn und zu geringer Abstand zum Ufer und zu Sandbänken seien meistens die Ursachen. In 6 Fällen kam es zu Vergaserbränden, weswegen zur Installierung von Dieselmotoren geraten würde. 1999 wurden erfreulicherweise keine Unfälle gemeldet. Desweiteren erinnerte der PHK daran, dass auf der Donau das Betanken aus Kanistern verboten ist und das Betreiben lärmender Fahrzeuge eine Ordnungswidrigkeit darstellt. In diesem Zusammenhang forderte Umweltbeauftragter Hoch, dass beim Sichten eines Berufsfischers langsam gefahren werden sollte, weil die Netzbefischung oder das Legen bzw. Heben von Reusen bei Wellenschlag nicht möglich wäre. H. Rühmann von der Firma Solarvent referierte über Solarstrom an Bord, welcher eine gravierende Einschränkung der C02-Emmissionen zur Folge und auch sonst nur Vorteile habe, da bei richtiger Installation immer Strom zur Verfügung steht. Mit einer Fischbrotzeit, gestiftet vom Bezirks-Fischereiverband wurden alle Teilnehmer für den nächsten Teil des Umweltseminars fit gehalten. Geschäftsführer Tracht von der Bundesvereinigung Freizeitschifffahrt beleuchtete anschließend die Umweltbelastungen durch Boote. Neben den bekannten Negativposten Wellenschlag, Bodenerosion usw. kamen dabei die Umweltfördernde Aspekte zur Sprache. So würden den Gewässern erhöhte Luftkeime durch den Propellerstrahl zugeführt. Auch die gelösten Gasanteile würden in Form von Sauerstoff erhöht und ferner sorgen die Propellerturbulenzen für den Abbau von Schadstoffen und Fäulnisablagerung. Flachgetauchte Schiffsschrauben wie sie Außenborder und Z-Antriebe haben, wären besonders fördernd, weil sie das Wasser gesunden lassen, das biologische Wachstum fördern und Schadstoffe abbauen. Aber auch tiefgetauchte Propeller (Wellenanlagen) sorgen für eine Durchmischung des Wassers, reduzieren Fäulnisablagerung und bauen Schadstoffe ab. Wenn alle Boote zur Vermeidung von Bodenerosionen in Flachwassergebieten zudem langsam gefahren würden, sei insgesamt eine Schädigung der Gewässer durch den Bootsbetrieb nicht nachzuweisen. Hinsichtlich Grenzwerten für Schallemissionen, so teilte Geschäftsführer Tracht mit, sind die Motorenhersteller bei den Außenbordern verantwortlich.Bei Innenbord-Maschinen wären das hingegen die Hersteller der Boote. Zur Zeit würde die 7. Überarbeitete Vorlage bei der EU-Kommission diskutiert. Der früheste Einführungstermin der Grenzwerte für 2-Takt-Außenbordmotoren könnte im Jahr 2005 liegen. Vertreter Führer von der Voss-Chemie äußerte sich zu Unterwasseranstrichen entsprechend einer 1998 erlassenen Verordnung. Danach sind die Hersteller aufgefordert, innerhalb von 10 Jahren nur noch von Gift freie Antifoulingfarben zu produzieren. Ab dem Jahr 2008 dürfen keine biozidhaltigen Antifoulings mehr verwendet werden. Heute noch zulässig sind die Wirkstoffe Kupfer, Diorole und Triazine. - Seit 1986 dürfen Arsen, Quecksilber und Zinn keine Verwendung mehr finden. Zur Zeit werden Silikonsysteme erprobt. Sie enthalten allerdings Weichmacher und Öle. Diese weichen Substanzen in der Silikonschicht könnten bei Berührungen mit Treibgut oder anderen Hindernissen im Wasser leicht beschädigt werden. Alternativ sei es möglich, Bioprodukte zu verwenden, aber deren Funktionsfähigkeit würde derzeit noch angezweifelt. Zu den schon mehrfach in Seminaren vorgestellten Bürstenwaschanlagen sagte der Referent, dass sie wegen hoher Anschaffungskosten unrentabel wären. Muscheln und Seepocken könnten damit auch nicht entfernt werden, dafür sei der Einsatz von Spachtelwerkzeugen weiterhin unerlässlich. Er gab auch zu bedenken, dass durch das Absinken der Bewuchsanteile Belastungen des Hafenbeckens entstünden. Einen kompletten Verzicht auf Antifoulings nannte der Experte kaum realisierbar. Ein Schiff müsste im Seewasser alle 4 Wochen und im Süßwasser alle 6 - 8 Wochen gereinigt werden. Versuche hätten ergeben, dass ein 24 qm großes Unterwasserschiff einen Bewuchs von 0,3 - 21 kg (Trockenmasse) in einem Zeitraum von 6 Wochen ansetzt. Giftfreie Antifoulings befinden sich noch in der Entwicklung. Der Referent machte darauf aufmerksam, dass alle jetzt erhältlichen Antifoulings zulässig sind, aber ab 2008 nicht mehr in der derzeitigen Form verkauft werden.Dr. Johannes Schmidt befasste sich mit den Aufgaben des Umweltbeauftragten im Verein und wies ihm eine schöne Menge Arbeit zu. So müsse er sich zunächst das nötige Rüstzeug verschaffen. Er habe sich an Informationen zu besorgen, was DMYV , andere Wassersportverbände, Behörden und Gegner der Bootfahrer veröffentlichen.Auch neue Regelwerke und besondere Gewässerrichtlinien müssten ihm schnellstens bekannt werden. Im praktischen Bereich muss sich der Clubumwelt-Beauftragte um die Voraussetzungen kümmern, die zum Erwerb der Blauen Europaflagge führen, er habe Umwelt-Informationen im Verein zu verbreiten, auf Sauberkeit im Hafen zu achten, die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen zu kontrollieren und sonstiges, was einem Hafenpolizisten obliegt, zu regeln. Dazu gehöre es auch, den Skippern Verhaltensnormen auf dem Wasser durch Schulungen zu vermitteln. In der folgenden Diskussion regte Clubvorsitzender Stadler an, dass die Vorstände (Ehrenamtsträger) der Vereine eine bessere Schutzstellung durch die Behörden erfahren sollten. H. Schlögl schlug vor, andere ansässige Vereine, z.B. Fischer, nicht nur bei Vereinsveranstaltungen, sondern auch bei internen Angelegenheiten, z.B . einer geplanten Stegerweiterung, in die Entscheidungs-Findung einzubeziehen. Zwischen dem MYC Passau und dem 1. Bezirks-Fischereiverein bestünde ein derart gutes Verhältnis, wie es das sonst nirgendwo in Deutschland gibt, sagte H. Schlögl. Gegenseitiges Verständnis und Entgegenkommen seien dafür die Grundlage. So werden z.B. beim alljährlichen Preisfischen ein allgemeines Fahrverbot durch den Club erlassen und die Einfahrt gesperrt. Fischerei und Wassersport war das Thema von A. Pröll, Fischermeister aus Obernzell. 3 Anliegen beschäftigen die Fischer neben dem Fisch selbst : Großschifffahrt, Sportschifffahrt und die Kormorane. Bei der Sportschifffahrt sollten die Vorstände darauf hinwirken, dass Sog- und Wellenschlag vermieden werden; genügend Abstand zum Ufer gewährleistet ist und Altgewässer nicht befahren würden. Er hält es für erstrebenswert, Vertreter der Bootfahrer zu den Generalversammlungen der Fischervereine einzuladen, um miteinander und nicht gegeneinander zu diskutieren. Dr. A. Harsanyl, der Fischereidirektor, sieht die größten Schwierigkeiten zwischen den Fischern und den Skippern in der Neueinrichtung von Liegeplätzen für Sportboote, aber auch in der Ausübung des Bootssports an sich. Würden sich die Bootfahrer auf die Fahrwassermitte (Fahrrinne) beschränken, also die Ufernähe meiden, könnte die Beschädigung von Treibnetzen ausgeschlossen werden. Bei den Jetskifahrern (Wassermotorräder) sieht der Fischereidirektor hingegen schon regelrechte Eigentumseinschränkungen der Fischereirechte. Hinsichtlich des Baus von Häfen halten die Petrijünger die Errichtung mehrerer kleiner Häfen mit wenigen Booten für eher begrüßenswert als größere, rentabler zu bauende Anlagen. Die Donau, so fuhr Dr. Harsanyl fort, habe sich stark verändert. Die Vermehrung des Fischbestandes sei rückläufig. Um die Ertragsfähigkeit zu erhalten, wäre es nötig Ruhezonen einzurichten. Die Interessen der Fischer stünden deswegen oft konträr zu denen der Bootfahrer. Das schlage sich dann so wie z.B. in Vilshofen nieder, wo sich die Gegensätze am geplanten Bau eines Bootssteges entzündeten. Der Fischereidirektor hält deswegen eine Vorabstimmung mit dem Fischereiverband beim geplanten Bau neuer Steg- und Hafenanlagen für zweckmäßig. Das Umweltseminar war gegen 18 Uhr beendet. Dieser Artikel ist eine verkürzte, freie Wiedergabe der Protokollseiten 1 - 10 von Ulrike Stadler, Schriftführerin des MYC Passau. Für die Überlassung derselben danken wir dem Umweltbeauftragten Walter Hoch. YCI-Red. Squ Walter Hochzum Vergrößern klicken Sie in die Miniatur-Bilder ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- 18.10.02 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bayerischer Motor-Yacht-Verband
Einladung zum Umweltseminar am 23. November 2002 Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich Ihnen als neue Landesumweltbeauftragte des BMYV vorstellen. Das Amt habe ich im April 2002 übernommen. Falls Sie Fragen haben, können Sie mich gerne unter obengenannter Adresse erreichen. Persönlich kennenlernen können Sie mich am 23. November 2002 während des Umweltseminars. Hauptthema des Seminars wird diesmal die blaue Flagge sein. Wir möchten Ihnen zusammen mit den Referenten das Thema Umweltschutz und blaue Flagge näherbringen. Welche Vorteile bringt sie den Vereinen und vorallem was bedeutet es an Aufwand und Kosten für die Vereine an der Ausschreibung für die blaue Flagge teilzunehmen und die Kriterien zu erfüllen. Wir werden Ihnen an Praxisbeispielen veranschaulichen, welche kostengünstige Lösungen es gibt. Um sich schon mal mit dem Thema beschäftigen zu können, erhalten Sie in der Anlage die Ausschreibung für 2003. Wir bieten Ihnen an, im Anschluß an die Vorträge zusammen mit uns die Ausschreibung auszufüllen. Aus der Erfahrung und Praxis können wir Ihnen sicherlich gute Tipps geben, wie Sie mit welchem Punkt verfahren müssen. Details über das Seminar entnehmen Sie bitte der beiliegenden Agenda. Bitte lassen Sie uns das beiliegende Antwortformular ausgefüllt bis 11. November 2002 zukommen um eine Planung für das Seminar vornehmen zu können. Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung. Danke im voraus für Ihre Unterstützung in meiner Aufgabe und für die zahlreiche Teilnahme an unserem Seminar. Freundliche Grüße Andrea Saffer Landesumweltbeauftragte Umweltseminare 2002 Termin: 23. November 2002 Beginn 10.00 Uhr Ende ca. 15.00 Uhr (je nach Diskussion und Fragen) Zielgruppe: Vorstände und Umweltbeauftragte Ort: Hotel Courtyard Marriott Frankenstraße/Bamberger Straße 28 93059 Regensburg Tel. 0941 – 8 10 10 Zeitplan: 10:00 Uhr Begrüßung durch Landesumweltbeauftragte Information über Zuschüsse durch BMYV und DMYV zur blauen Flagge 10:15 Uhr Vortrag von Stephan Romer Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung, zuständig für Auswertung und Verleihung der blauen Flagge 11:00 Uhr Kaffeepause 11:15 Uhr Fragen – Antworten à Stephan Romer (DGU) 11:30 Uhr Praxisbericht von Peter Kaufmann
Wie erfüllt man die Anforderungen zur blauen Flagge ? 12:30 Uhr gemeinsames Mittagessen 13:30 Uhr Vortrag (Thema und Referent stehen noch nicht fest) 14:00 Uhr Kaffeepause 14:15 Uhr Ausschreibung 2003 – blaue Flagge Unterstützung durch Peter Kaufmann und Andrea Saffer beim Ausfüllen durch die jeweiligen Vereine. ca. 15:00 Uhr Ende der Veranstaltung




Präsentationen


Wir freuen uns, Ihnen die Präsentationen von Dr. Johannes Schmidt (DMYV) und Bernhard Huth (Wasserschutzpolizei Würzburg) auf unserer Homepage zur Verfügung stellen zu können. Wir geben Ihnen hiermit die Möglichkeit, die Informationen in Ihre Vereine zu tragen und vereinsintern Umweltseminare für die Mitglieder zu halten. Sollten Sie hier weitere Unterstützung benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren. Feuer an Bord (Bernhard Huth - Power Point Präsentation; ca. 3,5 MB) Boote tanken (Info vom Landesverband Motorbootsport Rheinland-Pfalz e.V.) 10 - Goldene - Regeln (Bernhard Huth - Power Point Präsentation; ca. 3,5 MB) Antifouling (Bernhard Huth - Power Point Präsentation; ca. 0,8 MB) Erklärung zum Unterwasseranstrich Quellen- und Literaturverzeichnis BMYV-Seminar 2011

Power-Point-Präsentation
von Rechtsanwältin Silke Giesa
zum Thema
"Vereinsrecht":




Blaue Flagge


Seit 1987 wird in Zusammenarbeit mit der F.E.E.E. die "Blaue Flagge" vergeben.

Die Auszeichnung wird verliehen, wenn bestimmte Anforderungen bezüglich des Umweltmanagements, der Umweltkommunikation erfüllt sind, ausreichende Entsorgungsbereiche für (Sonder-)Abfälle und Abwasser und die standardgemäßen Sicherheitsaspekte beachten werden.

Die BLAUE FLAGGE ist das erste gemeinsame Umweltsymbol, das für jeweils ein Jahr vergeben wird. Die Kampagne wird durchgeführt für:

Sportboothäfen
Strände
Badestellen an Binnenseen


Ausschreibungsunterlagen
für Blaue Europa über
www.blaue-flagge.de

Leitfaden zur Bewerbung um die
Blaue Flagge Dieser Leitfaden ist eine Initiative des Referates Umwelt des BMYV e.V. Wir haben zu vielen Punkten eine Hilfestellung in Bild- und Textform erstellt, damit Ihnen die Bewerbung leichter von der Hand geht. Natürlich sind das jeweils nur Anregungen, die Ausführung ist keinesfalls ein Muß in der dargestellten Art und Weise. Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, die Anforderungen zu erfüllen.

Ganz herzlich möchten wir uns für die Erstellung dieses Leitfadens bei Herrn Peter Kaufmann bedanken.


Der Leitfaden ist in Form einer Powerpoint-Präsentation bei der Umweltbeauftragten Frau Andrea Saffer zu bestellen:

Bestellformular




Seminarunterlagen


Seminarunterlagen DSGVO 24.11.2018 Roth

Hier können Sie sich die Seminarunterlagen über das Thema DSGVO
(Seminar vom 24.11.2018 in Roth) im pdf-Format herunterladen.


Diese Datei ist mit einem Passwort geschützt;

dieses erhalten Sie auf Anfrage von Herrn Roland Kummeth
unter der Email-Adresse: roland.kummeth@bmyv.de.
_______________________________________________________________________________ Online-Umfrage zur Verwendung von Antifouling-Produkten
(Information des DMYV)


Das Umweltbundesamt (UBA) führt in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) im Rahmen des Forschungsprojekts

„Minimierung von Umweltrisiken der Antifouling-Schiffsanstriche in Deutschland“

eine Online-Umfrage zur Verwendung von Antifouling-Produkten durch, an der auch der DMYV mitgewirkt hat.

Weitere Informationen sowie den Link zur Umfrage
finden Sie unter www.dmyv.de / www.bafg.de oder www.umweltbundesamt.de.

Der direkte Link zur Umfrage lautet: https://lamapoll.de/Antifouling_Bootsbesitzer


Seminarunterlagen DSGVO 24.11.2018 Roth _______________________________________________________________________________ BMYV-Seminar 2016 Einladung zum BMYV - Seminar am 26. November 2016 _______________________________________________________________________________ Vorträge und Unterlagen zum Download PR Vortrag 1 PR Vortrag 2 Handout _______________________________________________________________________________ BMYV-Seminar 2012
Presseinformation ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- BMYV-Seminar 2011
Presseinformtion Präsentation (PDF)
von Rechtsanwältin Silke Giesa zum Thema "Vereinsrecht"
_______________________________________________________________________________ BMYV-Seminar 2009 beim Motor-Yacht-Club Roth

Bericht zum BMYV-Seminar 2009 _______________________________________________________________________________ BMYV-Seminar 2008 beim Motor-Yacht-Club Roth:
Bericht zum BMYV-Seminar 2008
(pdf-Datei)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vortrag
"Trinkwasserverordnung DIN 2001 - Teil 2"
von Peter Gelzhäuser

(pdf-Datei - ca. 4 MB)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vortrag
Öffentlichkeitsarbeit in Vereinen
von Evelyn Breuer

(pdf-Datei)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Beispiele für Tätigkeitsbereiche des gemeinnützigen Vereins
(pdf-Datei)
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Beispiele für eine Vereinsanalyse
(pdf-Datei)

_______________________________________________________________________________
BMYV-Seminar 2007 in Nürnberg Vortrag "Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen"
von Evelyn Breuer

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Checkliste für die Öffentlichkeitsarbeit in Vereinen
zum Download

Liste im xls-Format Liste im pdf-Format
----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vortrag EG-Sportbootrichtlinie von PHK Bernhard Huth, Wasserschutzpolizei Würzburg





Aktion Sicherheit

Inhalte


Aktionstag am Club - Wasserschutzpolizei Bei dem Aktionstag des Projekts bietet die Wasserschutzpolizei eine Beratung zu den Themen:
„Sicherheit in Sportboothäfen, auf Steganlagen und auf Sportbooten“ an.

Dabei wird vor Ort zum einen die schon bisher durchgeführte Aktion „Aufgeklart“,in deren Rahmen Empfehlungen und Hinweise zur sachgerechten Ausrüstung der Boote gegeben werden, angeboten.

Zum Anderen werden die Steganlagen und Sportboothäfen in Augenschein genommen und anschließend eine Beratung zur Verbesserung der Sicherheit durchgeführt.

Selbstverständlich werden die Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei an solchen Aktionstagen auch über alle anderen polizeilichen Belange informieren und entsprechende Auskünfte erteilen.

Projektziel ist die Optimierung der Sicherheit, sowohl bei der Fahrt auf unseren Flüssen als auch bei der Nutzung der Steganlagen und Häfen. Letztendlich möchte die Bayer. Wasserschutzpolizei dazu beitragen, dass für Skipper der Aufenthalt auf und am Wasser noch sicherer wird und Unfälle jeglicher Art durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen vermieden werden.

Ergänzende Möglichkeiten der Wasserschutzpolizei:

Vortragstätigkeit der WAPO zu Themenbereichen:

Verkehrssicherheit
Kriminalitätsprävention
Gravuraktion
Aktionstag am Club - Wasserwacht / DLRG:


- Praktische Demonstration des AED ( Automatischer externer Defibrillator )

- Vortrag über den Umgang mit Rettungswesten

- Rettung aus dem Wasser ins Boot

- Umgang mit Rettungsgerät

Ergänzende Möglichkeiten der Wasserwacht / DLRG:


- Ausbildung zum Rettungsschwimmer (Bronze, Silber, Gold)

- Lebensrettende Sofortmaßnahmen

- Erste Hilfe Kurs weiterführend




Ablauf


Ihr Club entschließt sich zur Teilnahme an der Aktion - Telefonische Anmeldung beim BMYV Herr Roland Kummeth
Tel: 09132/733774
oder per Mail: roland.kummeth@bmyv.de - BMYV stellt den Kontakt mit der Wasserschutzpolizei, der Wasserwacht oder der DLRG her - Vorbesprechung der Aktion / evtl. Ortsbesichtigung - Festlegung des Termins und des Zeitrahmens - Einladung der Bootseigner des Clubs und interessierter Wassersportler auch ohne Clubzugehörigkeit (Plakate u. Flyer beim BMYV anfordern) - ggf. Öffentlichkeitsarbeit nach Absprache (z. B. Gravuraktion) - Schaffung der Rahmenbedingungen vor Ort - Umsetzung




Plakat


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Flyer


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Termine


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